THE POWER OF HABIT – CHARLES DUHIGG

GERMAN Gewohnheiten – jeder kennt sie und jeder hat sie. Gute wie schlechte, das sei erstmal dahingestellt.

Ja! Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und oft ist das auch gut so. Gewohnheiten ermöglichen uns, sich auf neue Dinge zu konzentrieren, weil wir weniger über bereits Bekanntes nachdenken müssen.

Aber Gewohnheiten sind auch nicht immer positiv. Oft sind sie ungesund oder irrational. Und jeder weiß: erst einmal zu Gewohnheit geworden, ist es sehr schwer das wieder abzulegen. Denn wie William James bereits sagte „nur wenn wir verstehen, wie sie funktionieren, haben wir eine Chance, sie zu verändern“.

Genau darum geht es in Charles Duhigg’s Buch „The Power of Habit – Why we do what we do and how to change“. Und bevor ich mehr sage: für alle die ihre Gewohnheiten schon immer mal anpacken wollten, ist dieses Buch der perfekte Ratgeber.

Aber Duhigg bringt uns auch auf den neusten Stand der psychologischen, neurologischen und ökonomischen Forschung von Gewohnheiten und führt uns in drei spannenden und unterhaltsamen Teilen durch die Gewohnheitswelt von Individuen, Organisationen und schließlich ganzen Gesellschaften.

Duhigg beschreibt eindrucksvoll wieso es nicht ausreicht sich einfach vorzunehmen ab heute mehr Sport zu machen, oder weniger zu rauchen. Er sagt man brauche einen Plan. Im Zentrum dieses Plans steht die Veränderung einer Abfolge aus Auslösereiz, Routine und Belohnung, die Duhigg die Gewohnheitsschleife nennt. Da Gewohnheiten sich nie komplett aus der Welt schaffen lassen, liegt der Trick darin Auslösereiz und Belohnung beizubehalten, nur die Routine zu ändern. War die Routine also vorher eine Zigarette, ist es jetzt vielleicht eine Tasse Tee.

Im weiteren Verlauf des Buches erläutert Duhigg, dass nicht nur der Mensch diese Gewohnheitsschleife für sich nutzen kann, sondern auch Organisationen und Unternehmen. So schaffte es Claude Hopkins Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts mit einem einfachen Auslösereiz eine mächtige neue Gewohnheitsschleife in die Welt zu setzen, die heute jeder von uns kennt. Das Zähneputzen. „Lassen Sie Ihre Zunge über Ihre Zähne gleiten. Sie spüren einen Film – dieser lässt Ihre Zähne ungesund erscheinen und fördert das Faulen der Zähne.“ Deshalb eine gut schäumende Zahnpasta für den Placebo Effekt und als Belohnung ein frisches-minziges Gefühl im Mund. So schaffte er es, dass in den Dreißigern bereits mehr als die Hälfte der Amerikaner jeden Tag Zähne putzten.

Mit unzähligen weiteren Beispielen macht Duhigg deutlich, dass Gewohnheiten uns und unser Verhalten berechenbar machen und Unternehmen und vor allem Werber dieses Wissen für sich nutzen.

Schlussendlich stellt er fest: Ja Gewohnheiten sind formbar und wir können sie bewusst steuern, aber wir müssen den Willen haben und wissen wie sie funktionieren. Insgesamt hat mir Duhiggs Buch wirklich gut gefallen und für alle die sich für den Bereich mindset etc. interessieren, ist dieses Buch wirklich zu empfehlen. Man erhält spannende Einblicke in die Welt der Gewohnheiten und kann einiges für sich selbst lernen.

 


 

ENGLISH Habits – everyone knows them and everyone has them. Good ones as well as bad ones.

Yes! People are a creature of habit and often that’s a good thing. Habits enable us to focus on new things because we need to think less about already known things.

But habits are not always positive either. Often, they are unhealthy or irrational. And everyone knows: once it has become a habit, it is very difficult to put it down again. Because, as William James once said, „only if we understand how they work we will have a chance to change them.“

That’s what Charles Duhigg’s book „The Power of Habit – Why we do what we do and how to change“ is about. And before I say more: for those who have always wanted to tackle their habits, this book is the perfect guide.

But Duhigg also brings us up to date with the latest psychological, neurological, and economic research into habits and guides us through the habits of individuals, organizations, and eventually entire societies in three exciting and entertaining parts.

Duhigg describes impressively why it is not enough to do more sports, or to smoke less to change a habit. He says you need a plan. At the center of this plan is the change in a sequence of motivation, routine, and reward that Duhigg calls the habit loop. Since habits can never be completely wiped out, the trick is to maintain motivation and reward, just change the routine. So, if the routine was a cigarette before, maybe it’s a cup of tea now.

In the remainder of the book, Duhigg explains that not only people can use this habit loop for themselves, but also organizations and companies do. Thus, at the beginning of the twentieth century, Claude Hopkins managed, with a simple triggering impulse, to create a powerful new habitual loop that every one of us knows today. The teeth brushing. „Let your tongue slide over your teeth. You feel a film – it makes your teeth appear unhealthy and promotes the rotting of teeth.“ Therefore, a good foaming toothpaste for the placebo effect and as a reward a fresh-minty feeling in the mouth. He made it so that in the thirties already more than half of the Americans brushed teeth every day.

With countless other examples, Duhigg makes it clear that habits make us and our behavior calculable and companies and especially advertisers use this knowledge for pushing their products.

Finally, he states: Yes, habits are malleable and we can control them consciously, but we must have the will and know how they work. Overall, I really liked Duhigg’s book and for those who are interested in mindset etc., this book is really recommended. You get exciting insights into the world of habits and can learn a lot for yourself.

 

 

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